Argumente
365 Franken Jugend-U-Abo auch im Baselbiet
Seit April 2024 können Jugendliche unter 25 Jahren im Kanton Basel-Stadt das U-Abo zum Preis von 365 Franken pro Jahr, statt der zuvor üblichen 542 Franken, nutzen. Seither herrscht zwischen den beiden Halbkantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft eine Ungleichheit.
Eine Allianz aus fünf Jungparteien (Jungsozialist*innen, junges grünes bündnis, Junge Grünliberale, Junge Evangelische Volkspartei, Die Junge Mitte) setzt sich dafür ein, dass das U-Abo für Jugendliche auch im Baselbiet günstiger wird.
Um unser Anliegen zu erreichen, haben wir gemeinsam eine kantonale Initiative lanciert. Für die Jungparteien-Allianz gibt es eine Vielzahl an Gründen, dieses Anliegen zu unterstützen. Die wichtigsten sind untenstehend aufgelistet.
Nachhaltigkeit
Ein subventioniertes ÖV-Abo kann Jugendliche motivieren, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, anstatt auf umweltschädliche Alternativen wie Autos oder Motorroller umzusteigen. Dies trägt zur Reduktion von CO2-Emissionen und zur Verbesserung der Luftqualität bei. Das ist für die Erreichung der Klimaziele, die sich die Schweiz gesetzt hat, zentral:
Denn von den gesamten Treibhausgasemissionen in der Schweiz werden 33 Prozent durch den inländischen Verkehr verursacht, insbesondere durch den privaten motorisierten Strassenverkehr.
Mobilitätsbedürfnis junger Menschen
Gemäss dem Schweizer Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2021 sind junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren die Bevölkerungsgruppe, die am stärksten mobil ist, mit einer mittleren Tagesdistanz von 40,2 km pro Person. Auch der Wohnort beeinflusst die Mobilität: So legten die Bewohnerinnen und Bewohner der ländlichen Gemeinden 2021 ein Viertel mehr Kilometer zurück als Personen aus der Stadt.
Die Jugendlichen aus dem Kanton Basel-Landschaft dürften somit ein höheres Mobilitätsbedürfnis als Jugendliche aus Basel-Stadt aufweisen – dieses Bedürfnis soll idealerweise durch nachhaltige Fortbewegungsarten erfüllt werden.
Ein günstiges ÖV-Abo ermöglicht es Jugendlichen, problemlos zu Ausbildungsstätten, weiterführenden Schulen, Berufsschulen und Universitäten zu pendeln, die sich möglicherweise nicht an ihrem Wohnort befinden. Bildung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft, und Mobilität sollte keine Barriere darstellen.
Sensibilisierende Wirkung
Die Mobilitätsmuster von Kindern und Jugendlichen sind ein wichtiger Indikator für die Lebensqualität und die Entwicklung des Verkehrsverhaltens in der Zukunft. Jugendliche, die den ÖV nutzen, entwickeln oft ein langfristig umweltbewusstes Verhalten, das sie auch im Erwachsenenalter beibehalten. Wenn also Jugendliche vermehrt mit dem ÖV unterwegs sind, nutzen sie mit grosser Wahrscheinlichkeit auch später im Leben meist öfter Zug, Tram oder Bus.
Die Sensibilisierung für nachhaltige Mobilität ist deshalb besonders im jungen Alter wichtig.
Günstigere ÖV-Tickets können dazu einen zentralen Beitrag leisten.
Gleiche Bedingungen in beiden Halbkantonen
Die Ungleichbehandlung entlang der Kantonsgrenze ist nicht gerechtfertigt. Die Jugendlichen im Kanton Basel-Landschaft sollten die gleichen Möglichkeiten für eine nachhaltige Mobilität haben wie die Jugendlichen im Kanton Basel-Stadt.
Gemäss dem Schweizer Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2021 werden im Kanton Basel-Stadt rund 31 Prozent der Distanzen mit dem ÖV zurückgelegt; im Kanton Basel-Landschaft sind es rund 22 Prozent.
Hier gibt es somit noch ein grosses Potenzial, die Nutzung des ÖV zu stärken.
Finanzierung
Es ist wichtig, die Finanzierungsfrage ganzheitlich zu betrachten: Die Subventionierung des U‑Abos für Jugendliche benötigt zwar finanzielle Mittel vom Kanton, allerdings führt ein verstärkter Umstieg vom individuellen motorisierten Verkehr zu einem nachhaltigen Verkehr zu einer Senkung verschiedener Kosten. Beispielsweise fallen beim ÖV die externen Kosten tiefer aus und er ist zudem flächeneffizienter.
Der Bund schätzt die Kosten auf 3 Mio Franken jährlich:
» Externe Kosten und Nutzen des Verkehrs
Für die 5 Jungparteien ist klar, dass die Senkung der U-Abo Kosten nicht zu einem Abbau des ÖV Angebots führen darf.
Vielen Dank für deine Unterstützung!







