Nach dem Nein im Landrat geben die Jungpolitikerinnen und -politiker nicht auf. Sie wollen auch im Baselbiet ein U-Abo für 365 Franken.
Die Baselbieter Jungparteien haben am Montag am Bahnhof Liestal ihre Initiative für ein 365-Franken-Jugend-U-Abonnement (U-Abo) lanciert. Damit fiel der Startschuss für die Unterschriftensammlung. Ziel der Initiative ist es, die Kosten für das Jugend-U-Abo im Baselbiet an das Preisniveau in Basel-Stadt anzugleichen.
So wollen die Initianten «eine bezahlbare und nachhaltige Mobilität für Jugendliche» fördern. In Basel-Stadt kostet das U-Abo für Jugendliche bereits 365 Franken. Beteiligt an der Initiative sind die Juso Baselland, das Junge Grüne Bündnis, die Jungen Grünliberalen Beider Basel, die Junge EVP und Die Junge Mitte Basel-Landschaft.
Das vergünstigte Abo soll für alle Jugendlichen im Kanton Basel-Landschaft zählen. Aktuell zahlen Baselbieterinnen und Baselbieter dieser Altersklasse 542 Franken für ein U-Abo.
Langes politisches Vorspiel
Letztes Jahr hatten die Juso Baselland eine Initiative für ein Gratis-ÖV für Jugendliche lanciert. Weil ein Bundesgerichtsentscheid aber eine entsprechende Initiative im Kanton Freiburg verunmöglichte, zogen die Baselbieter Juso ihr Vorhaben im November 2023 zurück.
Gemeinsam reichten die Baselbieter Jungparteien dann im vergangenen Mai im Landrat einen Vorstoss ein. Sie forderten, dass der U-Abo-Preis für Jugendliche im Baselbiet dem Stadtkanton angepasst wird.
Letzten Donnerstag hat der Baselbieter Landrat den Vorstoss abgelehnt. Hauptgrund war die angespannte finanzielle Lage im Kanton. Die Jungparteien fordern, dass Investitionen für Kinder und Jugendliche aber nicht zu kurz kommen. Jugendliche, die den ÖV nutzten, würden oft ein langfristig umweltbewusstes Verhalten entwickeln, das sie auch im Erwachsenenalter beibehielten, sagte Linus Dörflinger, Co-Präsident Junges Grünes Bündnis. «Sinnvolle Investitionen in nachhaltige Mobilität sind ein zentraler Pfeiler für einen wirksamen Klimaschutz», so Dörflinger, «dazu gehören auch bezahlbare Tickets für alle.»
Bereits letzte Woche kündigten deshalb die Jungparteien ihre Initiative an.
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