Was in Basel-Stadt gilt, soll auch auf dem Land Tatsache werden. Nachdem der Landrat einer weitergehenden Subvention des U-Abos eine Abfuhr erteilt hat, reichen fünf Jungparteien eine Initiative ein.
Wie im letzten Herbst angekündigt, haben fünf Baselbieter Jungparteien gemeinsam rund 2000 Unterschriften gesammelt. Am Mittwoch reichten sie bei der Landeskanzlei in Liestal eine Initiative ein, wie sie in einer Medienmitteilung schreiben. Diese will, dass das U-Abo für Jugendliche auch im Baselbiet nur noch einen Franken pro Tag kostet.

Es wäre eine Angleichung an den Nachbarkanton Basel-Stadt, wo das U-Abo für Jugendliche seit April 2024 nur noch 365 Franken kostet. Die Subvention führte dazu, dass die Verkaufszahlen markant stiegen.
Eine verstärkte Subventionierung war auf dem politischen Parkett im Baselbiet bereits letztes Jahr ein Thema. Der Landrat lehnte einen entsprechenden Vorstoss von Jan Kirchmayr ab. Doch die Jungparteien geben nicht locker und wollen sich nun per Urnengang ein günstigeres U-Abo erkämpfen.
Rund 18’000 Jugendliche würden profitieren
«Mobilitätskosten sollen sich nicht danach richten, auf welcher Seite der Kantonsgrenze jemand wohnt», lässt sich Lea Blattner, Präsidentin der Jungen EVP beider Basel, in der Mitteilung zitieren. Gerade im ländlich geprägten Baselbiet sind Jugendliche häufig auf den öffentlichen Verkehr angewiesen.
Im Landrat hatten die bürgerlichen Kräfte das 365-Franken-Abo abgelehnt, weil es für den Kanton jährliche Mehrkosten von rund drei Millionen Franken verursachen würde. Derzeit verkauft der TNW-Verbund jährlich zwischen 18’000 und 19’000 U-Abos an Jugendliche.
Derzeit verzichten viele noch auf ein Jahresabo, wie die detaillierten Zahlen zeigen. Ende 2024 verkaufte der TNW gut 94’000 Monatsabos – pro Monat gerechnet also durchschnittlich gut 7’800 Stück. Die Zahl der Jahresabos liegt im Baselbiet bei 11’125 Stück. Wie in Basel-Stadt beobachtet, würden vermutlich bei einem 365-Franken-Abo viele auf das Jahresabo umschwenken.
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